Topetage

Frank Kunert

Miniaturwelten • Räume des Unmöglichen

Fotoausstellung im "Badehaus"
 

18. April bis 5. Juli 2026
Freitag bis Sonntag und an Feiertagen: 11 bis 17 Uhr

Erlebnisbad

Zwischen Wirklichkeit und Absurdität

Miniaturwelten üben eine besondere Faszination aus: Sie erlauben einen Blick auf die Realität im Kleinformat – präzise, reduziert und zugleich überraschend. Der Fotograf und Modellbauer Frank Kunert nutzt diese Wirkung, um alltägliche Situationen ins Groteske zu ziehen und Sehgewohnheiten zu hinterfragen. Seine Werke bewegen sich zwischen feinem Humor und leiser Melancholie, zwischen Gesellschaftsbeobachtung und spielerischer Fantasie.

Balkonien

Meisterwerke en détail

Die Fotografien und Modelle von Frank Kunert sind kleine Meisterwerke: aufwendig gebaute Miniaturszene, die staunen lassen. Für jede Fotografie baut Kunert eine Kulisse. In mühevoller Handarbeit entstehen detailreiche Modelle, die architektonische Motive mit erzählerischer Tiefe verbinden. Aus Leichtschaumplatten, Holz, Pappe und Farbe entstehen Fassaden, Innenräume und Alltagssituationen. Die en détail gestalteten Welten werden wie Bühnenbilder inszeniert. Erst nach sorgfältiger Ausleuchtung hält der Künstler die finalen Motive fest. Viele Szenen wirken, als seien sie gerade erst verlassen worden oder als stünde ein Auftritt unmittelbar bevor. Die Abwesenheit von Menschen macht die Orte umso eindringlicher.

Goldene Zeiten

Architektur als Spiegel des Menschlichen

Kunerts Miniaturen eröffnen ein Paralleluniversum, das surreal anmutet und doch vertraut erscheint. Die Architektur, die uns im Alltag umgibt, dient ihm als Metapher für Träume und Ängste. Der Künstler schafft Räume des Unmöglichen, in denen Humor und Tragödie dicht beieinanderliegen.

„Kunerts Arbeiten bewegen sich auf einem schmalen Grat zwischen dem Komischen und dem Unheilvollen.“ The Guardian

Ein international gefeierter Künstler

Frank Kunert (*1963 in Frankfurt am Main) entschied sich nach seiner Fotografenausbildung früh für die Arbeit mit Miniaturkulissen. Seine Werke wurden in zahlreichen Museen und Galerien im In‑ und Ausland präsentiert – unter anderem in Hamburg, Straßburg und New York – und in mehreren Bildbänden veröffentlicht. Für seine Arbeiten erhielt er vielfache Auszeichnungen, darunter die Silbermedaille beim Biennial Dimensional Salon in New York und den Deutschen Fotobuchpreis.

EINTRITT
3,50 Euro / 2,50 Euro (ermäßigt*) / Kinder unter 14 Jahren frei
Für Besucherinnen und Besucher des Museums Schloss Fasanerie ist der Eintritt in die Fotoausstellung kostenfrei.

Führung für Gruppen nach Vereinbarung (max. 15 Personen): 135 Euro pro Gruppe

Führung mit dem Künstler am Sonntag, 5. Juli um 15 Uhr: 5,50 Euro / 4 Euro ermäßigt