Jens Rausch

Natur. Struktur. Spur

Ausstellung im "Badehaus"
 

7. August bis 11. Oktober 2026
Freitag bis Sonntag und an Feiertagen: 11 bis 17 Uhr

Bestandsaufnahme, 2023

Natur als Material

Auf den ersten Blick ist das Werk von Jens Rausch eng mit Begriffen wie Baum, Wald, Stamm und Forst verbunden. Doch diese Lesbarkeit bleibt keine Oberfläche: Bei näherer Betrachtung eröffnet sich ein vielschichtiger Bildraum, der über die reine Motivik hinausweist. Rausch arbeitet nicht nur mit Farbe, sondern integriert natürliche Materialien
in seine Bilder, die geschichtet, verdichtet und wieder abgetragen werden. So entsteht neben dem malerischen Tiefenraum auch eine reale, physische Dimension des Bildes.

Gewässer, 2024

Schichtung, Prozess und Transformation

Krustige, erdige und harzige Strukturen bestimmen die Werke und schaffen ein vielschichtiges Verhältnis von Nah- und Fernwirkung. In einem Prozess des Auf- und Abtragens – vergleichbar mit einer bildhauerischen Arbeitsweise – entstehen Linien, Verästelungen und Verdichtungen. Materialien wie Asche, Ruß oder Bitumen werden neben Farben zu gleichwertigen Mitteln der Malerei. Dabei lassen sich Dynamiken des Entstehens, der Transformation und des Verfalls nachvollziehen, die den Bildern eine besondere prozessuale Qualität verleihen.

Flirrendes Farbfeld, 2025

Forstwerke und Bestandsaufnahmen

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Forstwerke, in denen Rausch den Wald als historisch und kulturell aufgeladenen Raum darstellt. Dabei erscheint dieser in fragmentarischen Ausschnitten, die einen Imaginationsraum für größere Zusammenhänge eröffnen. Ergänzt werden diese durch die Werkgruppen Gewässer, Experimentierfelder und Mondphase, die unterschiedliche natürliche Phänomene und deren Fragilität thematisieren.

Ein international gefeierter Künstler

Jens Rausch (*1976 in Fulda) wuchs in Schlitz auf und ist der Region bis heute eng verbunden. Nachdem er viele Jahre in Hamburg lebte und arbeitete, kehrte er 2024 wieder in seine Heimatstadt Schlitz zurück, wo sich auch sein Atelier befindet. Im Zentrum seiner Arbeit steht die intensive Auseinandersetzung mit Material, Struktur und malerischen Prozessen. Daraus entwickelte Jens Rausch eine eigenständige Position innerhalb der zeitgenössischen Malerei. Seine Werke kreisen um das Verhältnis von Mensch, Natur und Material. Arbeiten von Jens Rausch werden national und international ausgestellt und befinden sich in privaten sowie öffentlichen Sammlungen.

Eine Abhandlung von Autor Claus Friede über die Ausstellung "Natur. Struktur. Spur" finden Sie hier. 

EINTRITT
3,50 Euro / 2,50 Euro (ermäßigt*) / Kinder unter 14 Jahren frei
Für Besucherinnen und Besucher des Museums Schloss Fasanerie ist der Eintritt in die Ausstellung kostenfrei.

KÜNSTLERGESPRÄCHE IN DER AUSSTELLUNG
Sonntag, 23. August, 15 Uhr
Samstag, 5. September, 19 Uhr**
Sonntag, 13. September, 15 Uhr
Sonntag, 11. Oktober, 15 Uhr
Im Eintrittspreis inkludiert
** Im Rahmen der Langen Nacht der Museen / Im Eintritt enthalten

Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier