Sonderausstellungen

Klein. Intim. Kostbar. - Porträtminiaturen europäischer Herrscherhäuser

Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10.00 bis 17.00 Uhr

Sie sind winzig klein und doch voller Bedeutung: Porträtminiaturen. Vor allem im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts wurden sie aufwändig gefertigt, um an geliebte Menschen oder potenzielle Ehepartner verschenkt zu werden. Man trug sie mit sich, an einer Kette um den Hals oder am Handgelenk, verwahrte sie in Etuis oder applizierte sie auf kleine Dosen. Sie waren die Vorläufer der Fotos, die man im 20. Jahrhundert in der Brieftasche aufbewahrte und die wir heute auf unseren Smartphones gespeichert haben.

Schloss Fasanerie zeigt bis 5. September 2021 faszinierende Porträtminiaturen europäischer Herrscherhäuser aus der Sammlung der Kulturstiftung des Hauses Hessen.

Erzählt werden die spannenden Geschichten hinter den winzigen Bildnissen von Königen und Prinzessinnen, man erfährt mit welch aufwendiger Technik die Porträts hergestellt wurden und wer die berühmtesten Künstler der Miniaturenmalerei waren. Besucher dürfen sich begeistern lassen von großer Kunst im kleinen Format.

Öffnungszeiten, Führungen und Eintrittspreise

Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr
Eintritt: 6,00 Euro / 5,00 Euro (ermäßigt) / 3,00 Euro (Schüler)

Führungen durch die Sonderausstellung
Termine werden noch bekannt gegeben.
Eintritt inkl. Führung: 9,00 Euro / 7,50 Euro (ermäßigt) / 4,00 Euro (Schüler)

Führungen für Gruppen nach Vereinbarung.
Preis pro Gruppe: 90,00 Euro (max. 10 Personen, Anmeldung erforderlich)


Sonderausstellung Miniaturen

13 aktuelle künstlerische Positionen zur kleinen Form in Kooperation mit dem Lehrgebiet Experimentelle Raumkonzepte der Hochschule für Gestaltung Offenbach

 

Begleitend zur Ausstellung Klein. Intim. Kostbar. – Porträtminiaturen europäischer Herrscherfamilien, zeigen 13 junge Künstler*innen der Hochschule für Gestaltung Offenbach in der Sonderausstellung ihre künstlerischen Arbeiten.

Zu sehen sind miniaturhafte Eingriffe, die sich mit großem Feingefühl und fast natürlicher Selbstverständlichkeit in das Interieur des Museums Schloss Fasanerie einbetten und mit einem Blick aus dem "hier und jetzt" die Frage nach dem Leben im Schloss zu stellen scheinen.

Im Eingangsbereich empfängt die Besucher beispielsweise ein überdimensionaler, gedeckter Tisch, der Erinnerungen an die Kindheit wieder erwachen lässt und im Großen Saal staunen Gäste über eine Zeichnung eines feinmaschigen Labyrinths im Museum Guggenheim in Bilbao.

In der umfangreichen Porzellansammlung des Hauses finden sie ein Service, das keiner Speise mehr bedarf. Teller aus Honig und darin eingefasste Blumenblüten lassen die sehr spezielle Facette des Service golden im Gegenlicht erleuchten. Und als hätten die Honigbienen des Tellerservice nicht mehr das Gebäude verlassen können, liegen sie nun versammelt, ohne jegliche Regung, auf einem Marmortisch. Etwas Geheimnisvolles haftet der Szene an, denn auf Ihren Körpern sind kleine, handgeschriebene Botschaften zu erkennen.

Im Bereich des Dänischen Schlafzimmers finden die aufmerksamen Betrachter schließlich ein wenig Ruhe. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn ebenso lautlos ruhen oder bewegen sich kleine Keramik-Schlangen umher. Lediglich ihr farbiges Äußeres warnt und mahnt zur Wachsamkeit. Und begutachtet man die verschiedenartigen, historischen Medaillons in den Vitrinen des Miniaturenkabinetts, fallen sofort einige ins Auge, die sich so gar nicht in die Geschichte einordnen möchten.

Überall im Schloss lassen sich weitere Werke entdecken. Besucher sehen diese beim Rundgang im Rahmen einer Museumsführung. Der Eintritt ist im Preis des Tickets für die reguläre Führung inbegriffen.