| Die Geschichte des Schlosses |
Schon um 1710 ließ Fürstabt von Dalberg vor den Toren Fuldas ein bescheidenes Landschlösschen errichten, das noch heute zwischen den beiden hohen Zwiebeltürmen den Kern der Anlage bildet. Aber schon 30 Jahre später wurde unter Dalbergs Nachfolger, dem späteren Fürstbischof von Fulda, Amand von Buseck, das Schloss in seinen heutigen Ausmaßen von Baumeister Andreas Gallasini als Sommerresidenz ausgebaut. Zwei langgestreckte Flügel bilden die Flanken für einen allseits geschlossenen Hof und einen dreiseitigen Ehrenhof. Kavalierhäuser, Gittersperren und vorgelagerte Wacht- und Wirtschaftsgebäude ergänzen den Schlossbau zu einer hochherrschaftlichen Anlage. |
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Mit der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 war auch die Enteignung des Schlosses Fasanerie verbunden. 1878 jedoch wurde die Anlage nach langen Verhandlungen mit der Krone Preußen, zusammen mit dem Fuldaer Stadtschloss, dem rechtmäßigen Erben der hessischen Kurwürde, Landgraf Friedrich Wilhelm, als privater Besitz überlassen. Lange Jahre diente es dem Landgrafenehepaar als Sommerresidenz. Auch nach dem Tod Friedrich Wilhelms 1884 hat seine Witwe, die Landgräfin Anna, das Schloss in den Sommermonaten intensiv genutzt, bis sie 1918 verstarb und als einzige Frau im Fuldaer Dom beigesetzt wurde. |
Nach schwerer Beschädigung im 2. Weltkrieg begann Landgraf Philipp von Hessen den Gebäudekomplex wieder instand zu setzen. Schon 1951 konnten die ersten Schauräume der Hessischen Hausstiftung eröffnet werden und seit 1972 ist das Museum im Schloss fertiggestellt, das zu den bedeutendsten seiner Art in Deutschland gehört. |