Sonderausstellung 2005 in Schloss Fasanerie:
ANTIKE

Glanzpunkte der Sammlung griechischer und römischer Kunst aus dem Hause Hessen

Museum Schloss Fasanerie - Badehaus
25. Juni bis 30. Oktober 2005

Das Sammeln von Zeugnissen des Altertums spielt im Hause Hessen seit Jahrhunderten eine bedeutende Rolle und erlebte 1777 seinen ersten Höhepunkt mit der Gründung der Société des Antiquités durch Landgraf Friedrich II., wie auch mit der Einrichtung des Museum Fridericianum in Kassel. Es war das erste Museum auf deutschem Boden, das die Kunst der Antike einem breiten Publikum zugänglich machte.

Dieses besondere Interesse für frühe Kulturen hat sich bis heute in der hessischen Familie bewahrt, sowohl was die Leidenschaft des Sammelns betrifft, als auch den Anspruch, diese Sammlungen wissenschaftlich bearbeitet, der Öffentlichkeit zu präsentieren. So wird heute im Museum Schloss Fasanerie bei Fulda – gleichsam in der Nachbarschaft der berühmten Kassler Sammlungen der hessischen Landgrafen des 17. und 18. Jahrhunderts – die bedeutendste private Antikensammlung Deutschlands gezeigt.

Den größten Teil dieser umfangreichen Bestände hat Landgraf Philipp von Hessen (1896-1980) zusammengetragen, ein Nachkomme Friedrich II. in fünfter Generation. Seine Sammlung deckt die wesentlichen Sparten des klassisch archäologischen Interesses ab und ist ergänzt durch Einzelstücke, die von anderen Mitgliedern der Familie beigesteuert wurden. In erster Linie von Landgraf Friedrich Karl von Hessen (1868-1940), dem Vater Philipps und von seiner Großmutter, der Kaiserin Friedrich (1840-1901).

In der Ausstellung ANTIKE wird mit etwa 100 Einzelstücken der Focus auf die Glanzpunkte dieser bedeutenden Sammlung gerichtet. Außerdem vermittelt das in der Präsentation realisierte Nebeneinander verschiedener Sammlungsstücke ein lebendiges Bild des Lebens in der Antike.
Plastische Arbeiten in Marmor, römische Porträts und griechische Skulptur in römischen Kopien dienen als Einstieg in die Welt des Altertums. Über kleinfigurige Terrakottaplastiken, Goldschmuck und Kleinbronzen führt der Weg zur repräsentativen Kunst der griechischen Keramik, die in ihrer Vielfalt von Formen und Darstellungen ein lebendiges Bild antiker Sitten und Gebräuche vermittelt. Auch Mythos und Sport finden sich in vielfältiger Weise abgebildet.

Beherrschende Bildthemen der Antike sind zudem Krieg und Tod. Ein Bereich, der in der Sammlung in Bewaffnung und Rüstung aus Bronze sowie der Grabmalskunst seinen Niederschlag findet.

Das letzte Kapitel der Ausstellung beleuchtet den Einfluss, den die Antike in der Neuzeit auf das Künstlerische Denken und Gestalten genommen hat.

Ergänzt wird die Ausstellung der Hessischen Hausstiftung mit einigen hervorragenden Leihgaben aus der Antikensammlung der Staatlichen Museen Kassel. Sie schließen den Kreis zu den Anfängen der Antikenbegeisterung unter Friedrich II., die sich bis heute in der landgräflich hessischen Familie fortsetzt.
Das Museum Schloss Fasanerie will die vielen Freunde der ANTIKE einladen zu einer Schau einer einzigartigen Privatsammlung und vor allem auch bei denjenigen Interesse wecken, die bisher noch keine Möglichkeit gefunden haben, sich diesem faszinierenden Thema zu nähern.

Katalog zur Ausstellung
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, mit 144 Seiten und 132 - meist farbigen - Abbildungen.
Preis: 22,50 €
Der Ausstellungskatalog kann online bestellt oder an der Museumskasse direkt erworben werden.






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